Verhaltenstherapie

 

Bei der Verhaltenstherapie handelt es sich um ein wissenschaftlich anerkanntes Verfahren, das in Deutschland neben der Psychoanalyse und der tiefenpsychologischen Therapie von den Krankenkassen als Krankenbehandlung finanziert wird.


Die Verhaltenstherapie geht davon aus, das jedes menschliche Verhalten, hierbei ist es unerheblich, ob es sich um ein hilfreiches oder ein störendes Verhalten handelt, durch verschiedene Lernarten erworben wird. Daher ist die Grundannahme der Verhaltenstherapie, dass jedes belastende, störende und unangemessene Verhalten wieder „verlernt“ und durch ein hilfreicheres Verhalten ersetzt werden kann.


Schwerpunktmäßig wird in der Verhaltentherapie an der Verbesserung der aktuellen Lebens- und Problemlage des Kindes, der Jugendlichen und seines familiären Systems gearbeitet. Die Verhaltenstherapie ist als besonders lösungsorientiert zu verstehen, da zu Beginn der Therapie gemeinsam sinnvolle und erreichbare Therapieziele entwickelt werden, die während des Therapieverlaufs immer wieder aktualisiert und in Bezug auf ihren bisherigen Erreichungsgrad hin eingeschätzt werden.


In der gemeinsamen Arbeit mit den Patienten und deren Familien- bzw. Bezugssystem werden Veränderungsmöglichkeiten entwickelt, die die Grundbedürfnisse der Kinder und Jugendlichen nach Wertschätzung, Orientierung und Sicherheit in den Vordergrund stellen.

 

Die offene und transparente Arbeit soll Kinder und Eltern selbst zu Experten für ihr individuelles Problem werden lassen.  In der Verhaltenstherapie stehen die aktuellen Probleme und deren Bewältigung im Vordergrund.

Aber die Verhaltenstherapie berücksichtigt auch die  individuelle Lebensgeschichte jedes einzelnen Patienten. Besonders die Analyse der aktuellen Lebensumstände, sowie der Lebens- und Entwicklungsgeschichte  sind ein elementarer Bestandteil der Therapie, um die  Entstehung und Aufrechterhaltung des aktuellen Problems in seiner Komplexität zu begreifen. Erst durch die genaue Betrachtung der individuellen Lebenszusammenhänge wird die Entwicklung von Erklärungsmodellen und daraus resultierend die Planung von Behandlungskonzepten für die aktuellen Schwierigkeiten möglich.


Die Verhaltenstherapie geht davon aus, dass Denken, Fühlen und Verhalten sich wechselseitig beeinflussen. Im Rahmen der Therapie werden daher neue Denkmöglichkeiten und Verhaltensmuster erprobt, um eine positive Veränderung der Gefühlswelt des Patienten anzuregen.

 

Hierbei muss die Verhaltenstherapie mit Kindern und Jugendlichen besonders die Fähigkeiten und den Enwickungsstand des Kindes/Jugendlichen berücksichtigen und die individuellen Stärken des Patienten nutzen.